| Artikel- Nr: 00000043 |
Datum: 18.08.2005 |
Titel
Uhrenfunktion in Datenloggern |
Kurzbeschreibung
D-ET-6003Db |
Kategorie:
Information |
|
Uhrenfunktion in Datenloggern
1.) Wie wird bei Datenloggern, welche nur einen
Timer und keine Uhr haben, das korrekte Messdatum und die
korrekte Messzeit ermittelt?
HOTDOG DTx, DHx und ECOLOG TN2 besitzen einen quarzgesteuerten Timer und eine
Software-Uhr.
Zeitinformationen wie Startzeit, Umprogrammierzeit etc. werden im Datenlogger
zwischengespeichert. Die PC-Software
rechnet mit Hilfe dieser Zeitinformationen und des Julianischen Kalenders den
jeweils korrekten Messzeitpunkt aus.
Für die Berechnung der korrekten Zeitpunkte müssen wir zwischen dem Start /
Stop- und dem Endlos-Modus
unterscheiden. Es werden die folgendenParameter für die Berechnung verwendet:
a) Start / Stop Modus: Startzeit (im Datenlogger aufgrund der PC-Zeit beim Start
gespeichert), Speicherintervall,
Anzahl Messwerte bis zum Messwert X
b) Endlos Modus: Auswertezeit (PC-Zeit bei der Auswertung), Speicherintervall,
Anzahl Messwerte bis zum Messwert
X, Delta zwischen letzter Speicherung und PC-Zeit beim Auswerten.
ECOLOG TN3 / TN4 / TPx / THx besitzen eine Hardware-Echtzeit-Uhr. Diese Echtzeit
gilt als Basis für die Darstellung
der Messwerte. Sie wird bei jeder Auswertung auf ihre Authentizität getestet und
als Referenzzeit übernommen. Bei
Abweichung zwischen der PC-Zeit und der Referenzzeit von mehr als +/- 2 Stunde,
wird die Auswertung verweigert.
Die Echtzeit-Uhr muss dann zuerst nachgestellt werden. Die Änderung der Uhr wird
im Status mit Zeitstempel
dokumentiert (siehe Seite 2). Die PC-Software rechnet mit Hilfe dieser
Referenzzeit und des Julianischen Kalenders
den jeweils korrekten Messzeitpunkt aus.
Die angezeigte Istzeit auf dem Display, welche von der Hardware-Echtzeit-Uhr
kommt, ist nur eine Hilfszeit,
hauptsächlich für die Option: Direktausdruck auf dem Protokolldrucker (ohne PC).
Diese Zeit kann über die Tastatur
geändert werden. Eine Änderung dieser Istzeit hat jedoch keine Auswirkung auf
die Messwerte. Die Messwerte
werden unabhängig von der Istzeit durch einen zweiten, autonomen
quarzgesteuerten Timer erfasst.
Der Uhrenquarz hat bei Raumtemperatur (25°C) eine typische Abweichung von +/- 10
- 20 Minuten / Jahr. Bei
wechselnden Temperaturbedingungen im Bereich von -20°C bis +55°C kann eine
maximale Abweichung von bis zu
1 Stunde / Jahr auftreten. Diese Abweichung ist nur bei langen
Speicherintervallen und nur für die ältesten Messwerte
relevant.
2.) Was passiert mit den Messdaten bei Sommer- / Winterzeitumstellung?
Technisch bedeutet dies eine Massstabverschiebung um eine Stunde zum gegebenen
Zeitpunkt. Dies obwohl die
echte Zeit weiterläuft. Die Sommer- / Winterzeitumstellung wird nicht
berücksichtigt. Massgeblich ist die gesetzte
Zeit bei der Auswertung als Basiszeit für alle Messwerte. Entsprechend wird der
ganze Datensatz dargestellt. Im
Audittrail (eplroLOG QLS Software, siehe Seite 2) ist eine Offsetzeit zu GMT
ersichtlich.
Eine „richtige“ Darstellung der Sommer / Winterzeit gibt es in diesem Sinne
nicht, da es sich als unsinnig erwiesen
hat, den geschobenen Massstab mitten in der Grafik darzustellen. Dies ist die
gleiche Problematik wie sie sich beim
versenden von Datenloggern über verschiedene Zeitzonen ergibt. Auch dort wird
nicht mitten in der Grafik ein Massstab
verschoben.
3.) Was passiert wenn der Logger in unterschiedlichen Zeitzonen programmiert und
ausgelesen wird?
- Siehe dazu die Antwort zu Frage 2
- Darstellung:
a) HOTDOG DT1, DHx, ECOLOG TN2: Basis ist die auf dem Auswerte-PC vorhandene
Zeit.
b) ECOLOG TN3 / TN4 / TPx / THx: Echtzeit-Uhr des Datenloggers
(Beachte: Diese muss event. zuerst an die PC-Zeit angepasst werden.)
Hinweis: Der Datensatz bleibt in jedem Fall unverändert und korrekt. Nur die
Zeitbasis verschiebt sich, ähnlich wie
bei den Flugplänen der Airlines. Zur besseren Darstellung werden die mit der
Software elproLOG QLS gespeicherten
Files im Audittrail immer mit einem Zeitstempel mit der Abweichung zu GMT
versehen sein.
[...]
Alle weiteren Informationen erhalten Sie in diesem Dokument (Download PDF-Datei)
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