| Artikel- Nr: 00000077 |
Datum: 02.06.2006 |
Titel
Mean Kinetic Temperature und Arrhenius |
Kurzbeschreibung
Die ICH Richtlinien für Stabilitätstests1 definieren die Mean Kinetic Temperature (MKT)... |
Kategorie:
Information |
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Mean Kinetic Temperature und Arrhenius
Einführung
Gute Lager- und Transport-Bedingungen verlangen eine konstante
Überwachung der Lagertemperatur und
einen Massnahmenkatalog für den Fall, dass die spezifizierten
Bedingungen verletzt wurden. Zu diesen
Massnahmen gehört die Berechnung der Mean Kinetic Temperatur zur
Bewertung der Temperaturverletzung
und gegebenenfalls die Berechnung der Lebensdauerreduktion anhand der
Arrhenius Funktion.
Mean Kinetic Temperature (MKT)
Die ICH Richtlinien für Stabilitätstests1 definieren die Mean Kinetic
Temperature (MKT) als eine über einen
definierten Zeitraum konstantgehaltene Temperatur, welche die gleichen
thermischen Auswirkungen auf ein
pharmazeutisches Produkt haben würde als wenn das gleiche Produkt
höheren und tieferen Temperaturen
über einen gleichwertigen Zeitraum ausgesetzt gewesen wäre. Mit anderen
Worten, MKT ist eine berechnete,
konstante Temperatur, welche den Effekt von Temperaturschwankungen über
einen gewissen Zeitraum simuliert.
Die MKT repräsentiert den aufsummierten, thermischen Stress, welchem ein
Produkt während der Lagerung
und dem Transport ausgesetzt war.
Berechnung
Die Mean Kinetic Temperature bezieht sich auf einen Wert, welcher aus
einer Reihe von Temperaturmesswerten
berechnet wird. Sie unterscheidet sich von anderen
Mittelwertberechnungen (wie arithmetischer Mittelwert)
dadurch, dass höhere Temperaturen stärker gewichtet werden. Diese
Gewichtung wird mittels einer
Transformation der Temperatur durch den natürlichen Logarithmus
berechnet. Das überproportionale Bewerten
höherer Temperaturen in der MKT Berechnung berücksichtigt somit die
erhöhte, nicht lineare, thermische
Degeneration von Stoffen bei höheren Temperaturen.
Die praktische Anwendung dieser Formel ist weniger komplex als es im
ersten Moment erscheint. Für eine
grosse Anzahl von Pharmazeutikas liegt ∆H im Bereich von 42 – 125
kJ/mol. Falls der exakte Wert der
Aktivierungsenergie entscheidend ist, kann dieser mittels einer DSC
Analyse (Differential Scanning Calorimetry)
bestimmt werden. T1 ist der Temperaturmittelwert der ersten Zeitperiode
und Tn ist der Temperaturmittelwert
der n-ten Zeitperiode.
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